Rûah....

 

... ist Hebräisch für Gottes heiligen Geist, seine Lebenskraft, ihr Atem: die positive Antriebskraft für alles Leben. Sie hat viele Gesichter und an pfinGsten*, ihrem grossen Tag, möchten wir sie alle sichtbar machen. Deshalb sind wir auf der Suche nach ihr, nach seinem Wirken in dieser Zeit, in der sich der Pulsschlag unseres Lebens so verlangsamt und sich von ganz neuen Seiten zeigt.

 

  • Wo fandet ihr Trost oder auch Mut und Zuversicht in den letzten Wochen?
  • Was bereitete euch ungeahnte Freude?
  • Wie bahnte sich eure Kreativität ihren Weg?
  • Wo weht ein neuer Wind in eurem Leben?

 

Teilt mit uns eure Geschichten – denn ein einzelner, leiser Hauch wird in stürmischen Zeiten leicht überhört. Eine geballt pfingstliche Ladung einzelner, leiser Hauche vermag dem Orkan jedoch etwas entgegenzuhalten.

 

Herzlich

euer Pfarrteam der Kirchgemeinde Lauterbrunnen

 

 

 

*Kleine Eselsbrücke, für alle, die sich nicht merken können, was an pfinGsten gefeiert wird: pfinGsten ist das Wort mit «G» für «Geist» 😉

 

 

Erzählt uns eure Geschichten

Ihr könnt eure Geschichte gleich hier in unser Gästebuch posten oder schickt sie, gerne auch mit Bildern, an Pfr. Markus Tschanz (076 544 24 35) oder Pfrn. Olivia Raval: (079 610 69 05).

Kommentare: 2
  • #2

    Rev.Roger Scoones (Freitag, 17 Juli 2020 13:30)

    Thank you for the wonderful service , for the beautiful music, and for the many inspiring words. Thank you for the words spoken in English especially. Thank you for the prayers and thank you for live-streaming this unique occasion. God bless the family and the Community of Wengen, and all who mourn the loss of a great man, a dear Pastor and a servant of God.

  • #1

    McFlorsky (Montag, 25 Mai 2020 20:09)

    Ich hatte in den letzten Monaten nicht die einfachste, aber eine Zeit, in der ich mich viel mit mir selbst beschäftigte. Dann wurde letzten September ein Motorrad vorgestellt (klingt banal und sehr materialistisch). Das Motorrad wurde erst mit einem Livestream präsentiert, diesen habe ich natürlich live mitverfolgt. Nach dieser Präsentation wusste ich, das ist es, genau darauf habe ich schon lange gewartet. Als dann mein Vater im Spital lag, ging ich, um den Kopf etwas durchzulüften Motorrad fahren, Es war Intuition, eine Eingebung von oben oder vielleicht auch von meinem Vater, ich fuhr zum Motorradhändler und bestellte das Motorrad. Ich wusste es wird frühestens im März dieses Jahres geliefert, also begann das große Warten. Ich wurde kreativ, suchte Bilder, schaute Videos, ging im November spontan nach Mailand, um das Motorrad bei einer Messe live betrachten zu können, ja ich träumte viele Nächte davon und erzählte jeder und jedem der es hören wollte (oder auch nicht) davon. Ich merkte, auch wenn es nur ein Objekt ist, für mich wird dieses Motorrad eine sehr emotionale Sache. Habe ich doch viele Motorradtouren mit meinem Vater gemacht. Durch die kommenden Monate waren die Hintergrundbilder auf dem Tablet, das Bild, welches ich neben meinem Bett aufgehängt habe, immer eine Motivation, weiter zu machen, an mir zu arbeiten, dunkle Tage zu überstehen und mich aufzuraffen, wenn ich am liebsten im Bett geblieben wäre. Der März rückte immer näher, die Freude wurde grösser... dann Corona, das Werk in Italien muss schließen, heißt also länger warten.
    Zum guten Glück waren erste Testberichte verfügbar, was die Vorfreude noch mehr steigerte.
    Dann vor zwei Wochen, ein spontaner Besuch beim Händler, um zu fragen ob ich vielleicht das Testmotorrad einen Tag ausleihen könnte.
    Der Händler bittet mich in die Werkstatt... und da steht Sie noch eingepackt und nur halb fertig, es ist mein Motorrad.
    Dann nach warten auf die nötigen Formulare am 20.05.2020 der große Tag ich kann es endlich abholen, endlich wieder Motorrad fahren endlich mein Traummotorrad. Als der Mechaniker mir alles erklärt kullern mir Tränen über die Wangen, die letzten Monate kommen hoch in einem Moment und ich merke ich habe hart an mir gearbeitet, und das ist mein Lohn, mein Geschenk an mich selbst. Ich fahre los es ist ein Traum eine Freude ein warmes Gefühl (nicht nur vom Motor unter mir) überkommt mich, ich grinse und weine wahrscheinlich gleichzeitig im Helm. Das hat mir in der letzten Zeit viel Kraft gegeben, ja es ist nur ein Gegenstand und trotzdem ist es für mich deutlich mehr. Es ist Erinnerung, Trauer, Freude und Kraftspender. Wie Andrea Dovizioso es ausdrückte, „when the visor is down, it’s like the whole world around turns off, everything becomes silent and it is just me and my bike.“ Natürlich gab es in diesen letzten Monaten auch sehr viele Menschen, die mich unterstützt haben. Deshalb möchte ich an dieser Stelle diesen Menschen danken, dass sie die ewigen Erzählungen angehört haben und meine Euphorie geteilt haben.

Der du die Zeit in Händen hast, Herr, nimm auch dieses Jahres Last

und wandle sie in Segen.

Nun von dir selbst in Jesus Christ die Mitte fest gewiesen ist,

führ uns dem Ziel entgegen.

 

Der du allein der Ewge heisst und Anfang, Ziel und Mitte weisst

im Fluge unsrer Zeiten:

bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand,

damit wir sicher schreiten.

 

(Text: Jochen Klepper;
RG 554)